Italienische Osterchüechli

In unserer Region in Italien, genau genommen in der Nähe von Neapel wird an Ostern immer die berühmte Pastiera Napoletana gebacken. Das ist ein süsser Osterkuchen, den man in zwei verschiedenen Varianten machen kann. Die eine Variante ist mit Ricotta und Weizen und die Variante, welche wir euch hier vorschlagen ist mit Reis. 

 

Der Osterkuchen ist bei unseren schweizer Kollegen und Bekannten jedes Jahr so gut angekommen, dass wir dieses Jahr versucht haben ihn etwas zu personalisieren :-).

 

Grundsätzlich wird der Reis zu Milchreis gekocht, dazu gibt man etwas Vanille und Zimtstängel, zum Schluss viel Zitronenschale, das riecht so herrlich, dass ihr unbedingt eine Schale für den Nachtisch aufbewahren müsst, das ist so lecker!

 

Ebenfalls Zitronengeschmack hat der Teig, den man für den Boden, wie auch für die Dekoration benutzt.

Normalerweise wird mit Teigstreifen einen Raster auf den Kuchen gemacht, wir haben uns aber dieses Mal für etwas fröhlicheres entschieden und haben mit Hilfe von Blütenausstecher Blumen und Blätter ausgestochen. Das sieht so fröhlich aus, genau richtig für die verregneten Ostertage um etwas Sonne auf den Tisch zu bringen!

 

Na wir wissen ja schon, Ostern = Schokolade, man kann ja fast nicht genug kriegen (man beachte unsere Ostercupcakes mit Schokohaube :-) ) daher haben wir uns für diese Zitronige-Tarte noch etwas fruchtiges einfallen lassen, etwas gesundes muss ja trotzdem noch dabei sein an diesen Festtagen.

So haben wir Himbeeren unter die Reismasse gelegt, nach dem Backen hat die ganze Wohnung nach Zitrone und Himbeeren geriecht, es war ja wie im Kuchenhimmel! 

Wir haben uns für Tratlettes entschieden, die folgenden Zutaten ergeben ca. 4 Stk.

Ihr könnt aber auch einen grossen Kuchen machen.

 

Zutaten Teig:

300 g Mehl

120 g kalte Butter

150 g Zucker

2 Eier

etw. Vanilleextrakt

Schale 1/2 Zitrone

 

Zutaten Füllung:

130 g Risottoreis (falls ihr Naschen wollt, zählt ca. 20 g dazu ;-))

2.5 dl Milch (und etwas mehr, falls es zu dick flüssig sein sollte)

4 EL Zucker

1/2 TL Vanilleextrakt

1/2 Stange Zimt

Schale einer Zitrone

Schale 1/2 Orange

2 Eier

2 Handvoll Himbeeren

Vorgehen:

Als erstes beginnt ihr mit dem Teig, der muss nähmlich min. 1-2 Std. im Kühlschrank ruhen.

Wir haben einen Mixer zur Hand genommen, das geht leichter, ihr könnt aber auch die Hände nehmen.

Zuerst das Mehl mit der Butter vermengen, bis es "sandig" ist und die Butter gut mit dem Mehl vereint ist.

Dann die restlichen Zutaten beigeben und zu einem festen Teig zusammen kneten. Achtung knetet ihn nicht zu lange, nur bis der Teig kompakt ist. Dann wickelt ihr ihn in eine Frischhaltefolie und legt ihn in den Kühlschrank.

 

In der Zwischenzeit könnt ihr nun mit der Reisfüllung loslegen.

Dafür kocht ihr den Risottoreis in der Milch, mit dem Zucker, dem Vanilleextrakt und der Zimtstange.

Kocht den Reis ziemlich aldente, er sollte nach dem Backen des Osterkuchen nicht pappig wirken, das Korn sollte noch zu sehen sein. Also nehmt den Reis vom Herd, wenn er noch ziemlich aldente ist.

 

Macht euch keine Sorgen, falls die Milch nicht komplett aufgesogen ist, das muss es nähmlich nicht! Lässt den Reis etwas abkühlen und gebt die Zitrusschalen dazu und die Eier. Seid vorsichtig, dass der Reis nicht mehr heiss ist, ansonsten stockt das Ei. 

Die Masse sollte nun nicht zu dickflüssig sein, bzw. es darf nicht wie ein Risotto aussehen, es sollte noch etwas Flüssigkeit haben. Falls dies nicht der Fall sein sollte, gebt noch einen Schuss Milch dazu.

Nun ist der Teig wieder an der Reihe, nehmt euch 2/3 vom Teig und wallt es aus, es sollte ca. 5mm dick sein.

Legt es in die ausgewählten Formen, es können Tartlettes sein, wie wir sie gemacht haben, es kann aber auch ein grosses Blech sein. Schneided die abstehenden Ränder ab und verteilt nun die Himbeeren auf dem Kuchenboden.

Danach kommt die Reismischung auf die Himbeeren und anschliessend wird dekoriert!

Wir haben die Blumen mit Blütenausstecher gemacht, ihr könnt auch die klassische Variante der Pastiera machen, mit einem Streifenraster, was nach dem Backen auch sehr hübsch aussieht.

Backen tut ihr die Osterchüechli oder den Kuchen bei 200° ca. 20-30 min. je nach grösse der Form, die ihr gewählt habt und Stärke des Ofens.

Orientiert euch an der Farbe des Teiges. Wenn es oben schön goldbraun geworden ist, kann er aus dem Ofen genommen werden.

 

Die traditionelle Weise des "Finishing" wäre mit Zuckerkonfeti bestreuen und Puderzucker drauf. Da die Blumen schon ein sehr fröhliches Bild ergeben, haben wir uns auf den Puderzucker beschränkt.

 

Der Kuchen hält sich bis zu 3 Tage gut zugedeckt an einem trockenen Ort, ihr könnt ihn also ohne Bedenken am Karfreitag vorbereiten und zu Ostern servieren.

Probiert es aus!

Wir wünschen euch frohe Ostern und senden liebe Grüsse

Erica & Gessica

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ERICAS & GESSICAS

KOCHTIPPS

 

 

#1​

Kocht mit ganz viel Liebe, man wird den Unterschied schmecken.

 

 

#2

Nie im Stress kochen - so kommt das Ergebnis nur halb so gut raus.

 

#3

Benutzt frische regionale Zutaten.